Baubetrieb und Bauwirtschaft

30. BBB-AssistentInnen-Treffen Karlsruhe (2019)

Das 30. BBB Assistententreffen 2019 am KIT in Karlsruhe

von Proj.Ass. DI Karina Breitwieser

Der diesjährige Fachkongress der wissenschaftlichen Mitarbeiter_Innen aus den Bereichen Bauwirtschaft, Baubetrieb und Bauverfahrenstechnik, kurz das BBB-Assistententreffen, wurde von dem Karlsruher Institut für Technologie organisiert. Das engagierte Organisationsteam des KIT hat zum 30ig jährigen Jubiläum ein gut ausgewogenes Programm auf die Beine gestellt und sehr professionell umgesetzt.

Das Institut für Interdisziplinäres Bauprozessmanagement war bei diesem Treffen mit drei Mitarbeiter_innen vertreten: Univ.Ass. DI Tobias Bisenberger, Proj.Ass. DI Karina Breitwieser MSc, und Proj.Ass. DI Harald Urban.

Im Mittelpunkt des Programmes standen Fachvorträge zu neuen Technologien wie Betondruck oder Carbonfaserverstärkter Beton, Anwendungen für Künstliche Intelligenz, vertragliche Prozesse wie Werteanalyse / Value Engineering aber auch ein dem Schwerpunkthema ‚Rückbau‘ des KIT geschuldeter Beitrag wie der maschinelle Abbruch von Wärmedämmverbundsystemen. Natürlich durfte auch Bim nicht fehlen: Evaluierung von Open Bim für Fertigungsprozessen wurde von der TU Dortmund präsentiert.

Abbildung 1: Gruppenbild auf der Baustelle Firmensitz Weissenburger

Als neues Format gab es am zweiten Tag Sessions mit Impulsvorträge und Diskussionen im kleinen Kreis – ein direkter, lebendiger Austausch, der von den Teilnehmer_innen als sehr positiv wahrgenommen wurde. Hier war die TU Wien durch Beiträge von Tobias Bisenberger (‚Entwicklung eines innovativen Vertrags- und Vergütungsmodells im maschinellen Tunnelvortrieb‘) und Harald Urban (‚BIM auf die Baustelle: Einsatz von Augmented Reality auf der Baustelle‘) gut vertreten.

Am Nachmittag des ersten Tages ging es dann in die Praxis: zur Wahl standen die Tiefbaubaustelle ‚Kriegsstraßentunnel‘ und der Besuch einer Baustelle der Firma Weissenburger – einer regionalen Baufirma mit 400 Mitarbeitern und einem Umsatz von 240 Mio €, die sich im Zentrum von Karlsruhe einen von Tadao Ando designten Firmensitz baut. Der von diesem japanischen Stararchitekten geforderte sehr qualitätvolle Sichtbeton stellte das Baustellenteam vor große Herausforderungen, die – wie die Fotos zeigen – nach einer Lernkurve bravourös gemeistert wurden.

Abbildung 2: sehr gute Qualität Sichtbeton – schwierige Geometrien und scharfe Kanten

Das praxisorientierte Kontrastprogramm des zweiten Tages war ein Besuch am Karlsruher Standort der Firma Goldbeck-Rhomberg, die mit dem Businesskonzept des Systembaus in den letzten Jahren zu einer der größten Baufirma Deutschlands avanciert ist.

Das (überraschend) schöne Karlsruhe wurde uns von versierten Stadtführerinnen in einem kurzen Rundgang nähergebracht. Das lokale Bier und andere gastronomische Highlights konnten wir auf einer Abendessenseinladung von BAM erkunden beziehungsweise waren Teil des Abendprogrammes, bei dem es natürlich hauptsächlich um eine Erweiterung des fachlichen Austausches in geselligere Dimensionen ging.

Abbildung 3: Karlsruhe bei Nacht