Baubetrieb und Bauwirtschaft | Institut für Interdisziplinäres Bauprozessmanagement

Technische Universität Wien

Jakob WEISSINGER - Bodenverbesserung (Stand der Technik)

TU Wien, 2009

ALLGEMEINES

 

Ein Teil des Straßenoberbaus sind stabilisierte Tragschichten. Diese werden durch das Mischen eines geeigneten Grundstoffes (Zuschlages) mit einem Bindemittel und der optimalen Wasserzugabe so stabilisiert, dass die dadurch entstandene Tragschicht auch beim Einwirken von Wasser, bei unterschiedlichen Witterungseinflüssen und auch bei der Beanspruchung durch den Verkehr eine ausreichende Tragfähigkeit hat. Die Bindemittel müssen die Tragfähigkeit der Schichten erhöhen sowie eine entsprechende Frostsicherheit gewähren. Stabilisierungen werden vorwiegend mit hydraulischen Bindemitteln (z.B. Zement, Kalk) und/oder Bitumen in Form von Emulsionen oder Schaumbitumen durchgeführt. Bitumen beeinflusst bestimmte Eigenschaften (wie z.B. Elastizität, Verhinderung von Rissen, etc.) positiv.

 

Die bestehende Asphaltschicht kann auch eingefräst werden, dieses Verfahren nennt man Kaltrecycling. Diese Bodenstabilisierung macht aus dem ungenügend tragfähigen Untergrund einen gut einbaufähigen und verdichtbaren Boden. Die Stabilisierung stellt eine kostengünstige Straßensanierung dar, weil durch die Verarbeitung der bestehenden Asphaltschicht und der Beigabe der genannten Bindemittel nur ein geringer Materialaustausch vollzogen werden muss. So bleiben wertvolle Rohstoffe erhalten und ein teures Deponievolumen wird nicht beansprucht. Für diese Bodenverbesserung braucht man keinen kostenintensiven Bodenaustausch und keine Vorarbeiten.

 

Die mechanische Bodenverbesserung bildet ein Stützgerüst; bei der Bodenverbesserung mit Bitumen oder Zement verkleben und verkitten sich die Bodenkörner.

 

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