Baubetrieb und Bauwirtschaft

Werner EGGER - Tiefbau und Mikroökonomie von Ferngasleitungen

TU Wien, 2006

Kurzfassung

Problemstellung und Ziel der Arbeit

Mit der Novellierung des Gaswirtschaftsgesetzes im Jahr 2002 werden die Planer von Erdgasleitungsanlagen im § 57 gezwungen auf öffentliches Gut auszuweichen, falls keine Einigung mit den Grundstückseigentümern getroffen werden kann. Die OÖ. Ferngas AG gab diese Arbeit in Auftrag, um die volkswirtschaftlichen Auswirkungen dieser Gesetzesänderung zu untersuchen.

Ziel der Arbeit war die Erstellung eines Kostenvergleichs, der die Aufwendungen zur Errichtung einer Erdgasleitung vor und nach Inkrafttreten der Novelle gegenüberstellt.

Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass Gesetzesnovellierungen nach dem 01.10.2002 – dem Zeitpunkt des Inkrafttretens der Novelleierung des Gaswirtschaftsgesetzes – in der vorliegenden Arbeit nicht berücksichtigt werden.

Inhalt

Der erste Teil befasst sich mit den rechtlichen Rahmenbedingungen, die die Grundlage dieser Arbeit bilden. Ausgehend von den übergeordneten, europäischen Gesetzestexten werden die rechtlichen Regelwerke hierarchisch beschrieben.

Der zweite Teil erläutert die technischen Grundlagen zur Erstellung einer Erdgasleitungsanlage. Es werden die bei der Erstellung einer Erdgasleitung eingesetzten Verfahren vorgestellt, um dem Leser das technische Hintergrundwissen näher zu bringen. Außerdem werden im zweiten Teil die Auswirkungen der Gaswirtschaftsgesetz-Novelle anhand dreier Varianten erarbeitet.

Im dritten Teil wird der Kostenvergleich der ursprünglichen Trasse und der Varianten aufgestellt. Dabei werden die volkswirtschaftlich relevanten Kosten untersucht, um einen möglichst aussagekräftigen Vergleich anstellen zu können.

Analyseergebnisse

Die Ergebnisse der Arbeit belegen eindeutig die Auswirkungen des Paragrafen 57 der Novellierung des Gaswirtschaftsgesetzes 2002. Sowohl die internen als auch externen Kosten der betrachteten Varianten sind größer als die der ursprünglich geplanten Leitungstrasse.


Abstract

Underground engineering and microeconomics of gas pipelines

Objective

With the amendment of the "Gaswirtschaft" law in 2002 the planners of gas pipelines are obliged to switch to public goods if there is no agreement with the real owner. The OÖ. Ferngas AG ordered this thesis to analyse the consequences of this amendment. The objective of this thesis was to develop a cost comparison which compares the expenditure to build a gas pipeline before and after the amendment. The amendments after the 01.10.2002 – the time of coming into force of the amendment of the „Gaswirtschafts" law – are not considered in this thesis.

Structure of the paper

The first part gives an understanding of the legal background and is the basis of the thesis. Starting from the European texts of law the chapter gives an overview of the body of rules in hierarchical order. The second part explains the technical background for the construction of a gas pipeline and shows the technical methods used therefor. This chapter also examines the technical consequences caused by the amendment on the basis of three different options. The third part consists of the cost comparison between the original route and the three options. Both the internal and external costs are examined so as to get an objective view of the disbursements of the various routes.

Conclusion

The results of the thesis clearly prove that there are consequences caused by the paragraph 57 of the amendment of the “Gaswirtschaft” law. Both the external and internal costs of the three options are higher than the originally planned route.

Ausgeführte Diplomarbeiten nach Jahren