Baubetrieb und Bauwirtschaft

Mathias FRICK - Geschlossens Wasserhaltung - Stand der Technik

TU Wien, 2009

Allgemeines zur Wasserhaltung

 

Wasser beeinflusst in seiner vielfältigen Formen z.B. als Grundwasser, Schichtenwasser und Oberflächenwasser die Gründungsarbeiten. Wo die Gründungssohle eines Bauwerks unterhalb des Grundwasserspiegels liegt oder wo durch besondere hydrologische Verhältnisse Entwässerungsmaßnahmen ergriffen werden müssen, um Sohlaufbrüche zu vermeiden, wird eine Wasserhaltung erforderlich.

 

Wasserhaltungen sind meist zeitlich begrenzte Baumaßnahmen, die dem Ableiten oder Fernhalten des Wassers vom eigentlichen Arbeitsort dienen.

 

Man unterscheidet 2 Wasserhaltungsmaßnahmen:

 

a) Offene Wasserhaltung:
Bei der offenen Wasserhaltung wird das anfallende Wasser mit Sickerleitungen, Geröllpackungen oder Pumpensümpfen gesammelt und abgeleitet oder abgepumpt. Sie eignet sich nur für kiesige Böden und geringe Aushubtiefen unter den Grundwasserspiegel.

 

b) Geschlossene Wasserhaltung:
Bei einer geschlossenen Wasserhaltung wird zur Trockenlegung der Rohrgräben und Baugruben der Grundwasserstand mit Hilfe von Brunnen in der unmittelbaren Umgebung der Baustelle abgesenkt.