Baubetrieb und Bauwirtschaft

Jürgen STADLER - Anwendungsgebiete von Ramm- und Duktilpfählen

TU Wien, 2008

Übersicht

 

Das Pfahlsystem Duktilpfähle besteht aus 5 m langen Rohrstücken aus duktilem Gusseisen mit einem Durchmesser von 118 mm oder 170 mm. Diese Rohrstücke bestehen aus konischen Muffen und Spitzenenden die ohne Spezialwerkzeug zu beliebig langen Pfahlrohren zusammengesetzt werden können. Das Einrammen der Gussrohrelemente in den Untergrund erfolgt durch einen Hydraulikbagger mit Schnellschlageinrichtung. Ist ein Gussrohrstück mit 5 m Länge eingerammt, wird das nächste Element mit dem Spitzenende in die konische Muffe des vorhergehenden Gussrohres eingeschoben.

 

Durch den Rammvorgang entsteht so eine kraftschlüssige Verbindung zwischen den Rohrstücken die ohne Schrauben oder andere Verbindungsmittel auskommt. Diese einfache und nicht fehleranfällige Verbindungsart ist einer der Vorteile der Duktilpfähle.

 

Das Einsatzspektrum ergibt sich dort, wo für kleinere Bauvorhaben Pfähle mit großem Durchmesser nicht notwendig sind oder die benötigten Geräte zu groß wären. Die kleinen und leichten Hydraulikbagger sind schnell zwischen Bauabschnitten oder Baustellen umzustellen. Außerdem ist die Herstellung von unverpressten und verpressten Duktilpfählen in bindigen und nicht bindigen Böden möglich.