Baubetrieb und Bauwirtschaft

Studie: Potenziale der Digitalisierung im Bauwesen

Fakten und Details:
Projektbearbeitung: Dipl.-Ing. Melanie Piskernik
Projektleitung: Univ.Prof. Dipl.-Ing. Dr.techn. Gerald Goger
Projektzeitraum: Okt. 2016 – Sept. 2017

Finanzierung:

BMVIT, WKO
Finanzierung

Baubetrieb 4.0 – ein visionärer Ansatz!

Industrie 4.0 steht für die Vernetzung miteinander kommunizierender, also lernender Maschinen und Geräte, die auch fähig sind, selbst optimierende Automatisierungsprozesse einzuleiten. Derzeit findet sie vorwiegend Eingang in die stationäre Industrie. Die Strategien sind aufgrund der Rahmenbedingungen in der Bauwirtschaft zwar nicht völlig umsetzbar, dennoch müssen sich Auftraggeber, Ingenieurbüros und ausführende Unternehmen den Herausforderungen der Digitalisierung in Zukunft offensiv stellen.

Was bedeutet nun aber Baubetrieb 4.0, wo liegen die Potenziale der Digitalisierung im Bauwesen und welchen Aufgaben hat sich die Wissenschaft zu stellen? Welche Chancen bietet dieser digitale Wandel?

Bauprojekte werden zukünftig von der Planung über den Bau bis zur Instandhaltung digital vernetzt sein. Durch die Erfassung von Echtzeit-Informationen und deren Verarbeitung in Prognosemodellen entlang der Wertschöpfungskette werden die Projektbeteiligten in die Lage versetzt, Material-, Personal- und Maschinenauslastungen laufend zu optimieren und die Produktivität zu steigern.

Das Projekt

Der digitale Wandel im Bauwesen wird die alten Systeme auf den Prüfstand stellen und vor allem die Art und Weise der Zusammenarbeit verändern. Neue Technologien bringen neue Kooperationsmöglichkeiten mit sich, diese Innovationen stellen das gesamte Bauwesen vor neue Herausforderungen.

Das Forschungsprojekt wird in Zusammenarbeit mit den wesentlichen Stakeholdern der Bauwirtschaft das Potenzial an Chancen und Risiken der Digitalisierung darstellen (vgl. Abbildungen 1 und 2).

Chancen und Risiken durch den digitalen Wandel
Chancen durch digitalen Wandel
Risiken durch digitalen Wandel

Zu diesem Zwecke wird eine Roadmap „Digitalisierung im Bauwesen“ entstehen die

  • einerseits einen strategischen Plan zur schrittweisen Umsetzung von Digitalisierungs- und Vernetzungsprozessen in den Projektphasen des Planens, Bauens und Betreibens und
  • andererseits weiterführende Forschungsfragestellungen im Sinne von Innovation im Bauwesen

beinhaltet.

Als Projektzeitraum wird ein Jahr vorgesehen, in dem – nach der Roadmap-Konzeption – Befragungen und Workshops mit den wesentlichen Stakeholdern und Fachexperten vorgesehen sind. Dadurch soll eine ausreichende Datengrundlage gewährleistet werden, die schlussendlich in der Erarbeitung von Langzeitzielen und Zukunftsszenarien für digitales Bauen münden. Als wissenschaftlicher Beirat wird die Austrian Construction Technology Plattform (kurz: ACTP) fungieren.